A
Abfangbogen
Der Abfangbogen beschreibt ein Flugverfahren, das für eine sichere Landung notwendig ist. Dabei wird das Flugzeug aus dem Sinkflug in einen nahezu horizontalen Flug überführt. Ziel ist es, die Geschwindigkeit weiter abzubauen und das Flugzeug mit einem positiven Anstellwinkel aufzusetzen. Der Abfangbogen wird in geringer Höhe über der Landebahn durch Ziehen des Höhenruders eingeleitet. Entscheidend sind dabei die richtige Geschwindigkeit, Höhe und Fluglage. Ein zu früher oder zu später Abfangbogen kann zu einer instabilen Landung führen. Die korrekte Einleitungshöhe richtet sich nach dem Energiezustand des Flugzeugs und den Angaben im Flughandbuch.
Abflug
Der Abflug bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Flugzeug auf der Startbahn beschleunigt, um ausreichend Auftrieb für das Abheben zu erzeugen. Er beginnt mit dem Setzen der Startleistung und endet nach dem Abheben in einer definierten Höhe über der Piste. In der allgemeinen Luftfahrt gilt der Abflug in der Regel als abgeschlossen, wenn eine Sicherheitsmindesthöhe von etwa 400 Fuß über der Startbahn erreicht wurde.
Abfluggewicht
Das Abfluggewicht ist das tatsächliche Gewicht des Flugzeugs zum Zeitpunkt des Abhebens. Es setzt sich aus dem Leergewicht des Flugzeugs, dem Gewicht der Insassen, möglicher Zuladung sowie der mitgeführten Kraftstoffmenge zusammen.
Abfluggeschwindigkeit
Die Abfluggeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, die ein Flugzeug erreichen muss, um sicher vom Boden abzuheben. Sie hängt unter anderem vom Gewicht des Flugzeugs, der Beschaffenheit der Startbahn und den aktuellen Wetterbedingungen ab. Maßgeblich sind dabei stets die Angaben im Flughandbuch.
Autopilot
Der Autopilot ist ein technisches System, das bestimmte Steueraufgaben des Flugzeugs automatisch übernehmen kann. Er entlastet den Piloten, arbeitet jedoch nur innerhalb definierter Grenzen und ersetzt nicht die Verantwortung des Luftfahrzeugführers.
Abflugvorbereitung
Die Abflugvorbereitung umfasst alle Maßnahmen, die vor dem Start eines Fluges durchgeführt werden. Dazu gehören die Vorflugkontrolle des Flugzeugs, die Flugplanung, die Berechnung von Gewicht und Schwerpunkt sowie die Berücksichtigung von Wetterbedingungen und flugbetrieblichen Einschränkungen.
Anflug
Der Anflug ist die Flugphase, in der sich das Flugzeug gezielt dem Flugplatz nähert, um zu landen. Diese Phase ist besonders arbeitsintensiv und erfordert eine sorgfältige Planung, präzise Flugführung und erhöhte Aufmerksamkeit des Piloten.
B
Bodeneffekt
Der Bodeneffekt ist ein physikalisches Phänomen, das in geringer Höhe über dem Boden auftritt. Dabei kann die Luft unter den Tragflächen nicht ungehindert abströmen, wodurch ein zusätzliches Luftpolster entsteht. Dieses erhöht den Auftrieb und reduziert den Widerstand. Der Bodeneffekt tritt bis etwa zu einer halben Spannweite über dem Boden auf und kann dazu führen, dass ein Flugzeug mit geringerer Leistung länger schwebt.
Bodenkontrollstelle
Die Bodenkontrollstelle ist eine Flugsicherungseinrichtung, die den Rollverkehr auf dem Flughafen überwacht und steuert. Sie erteilt Anweisungen an Flugzeuge, die sich am Boden bewegen.
BZF
Das Beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis berechtigt zur Durchführung des Flugfunks. Es wird von der Bundesnetzagentur ausgestellt und ist Voraussetzung für den Funkverkehr an vielen Flugplätzen.
C
Checkliste
Eine Checkliste ist eine strukturierte Prüfliste, mit der sichergestellt wird, dass alle für den sicheren Flugbetrieb notwendigen Schritte durchgeführt wurden. Im Normalbetrieb dient sie als Kontrollinstrument, während sie bei Notverfahren in der Regel Schritt für Schritt abgearbeitet wird.
Cockpit
Das Cockpit ist der Bereich des Flugzeugs, in dem sich die Piloten befinden und von dem aus das Flugzeug gesteuert wird.
Crosswind
Seitenwind ist Wind, der quer zur Start oder Landebahn weht. Er kann den Start und die Landung anspruchsvoller machen und erfordert besondere Steuertechnik.
D
Drainen
Das Drainen ist Teil der Flugvorbereitung und dient der Kontrolle des Kraftstoffsystems. Dabei wird geprüft, ob sich Wasser im Tank angesammelt hat. Kondenswasser kann entstehen, wenn sich die Luft im Tank abkühlt und kann unbehandelt zu Motorausfällen führen.
Deaktivierung
Unter Deaktivierung versteht man das gezielte Abschalten eines Systems oder einer Funktion, etwa aus Sicherheitsgründen oder bei technischen Einschränkungen.
Dekompression
Dekompression bezeichnet den plötzlichen Abfall des Luftdrucks im Flugzeug. Sie kann beispielsweise durch strukturelle Schäden verursacht werden.
Destination
Die Destination ist der Zielflughafen eines Fluges, an dem die Landung geplant ist.
E
EASA
Die European Aviation Safety Agency ist die europäische Behörde für Flugsicherheit. Sie legt Sicherheitsstandards fest und ist unter anderem für die Zertifizierung von Flugzeugen und luftfahrttechnischen Betrieben zuständig.
Emergency
Ein Emergency beschreibt eine Notsituation, in der die Sicherheit von Flugzeug, Insassen oder Besatzung gefährdet ist. In solchen Situationen muss der Pilot alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine sichere Landung zu ermöglichen.
Emergency Exit
Ein Emergency Exit ist ein speziell gekennzeichneter Notausgang, der im Ernstfall zur schnellen Evakuierung des Flugzeugs dient.
Engine
Das Triebwerk ist die Antriebseinheit des Flugzeugs. Es erzeugt die notwendige Leistung, um das Flugzeug zu bewegen und in der Luft zu halten.
F
Fracht
Fracht bezeichnet alle Güter, die in einem Flugzeug transportiert werden und nicht zu den Passagieren gehören. Dazu zählen Waren, Postsendungen und gegebenenfalls lebende Tiere. Fracht wird gesichert verladen und dokumentiert, damit sie während des Flugs sicher transportiert werden kann.
Flug
Ein Flug ist die durchgehende Bewegung eines Luftfahrzeugs von einem Startort zu einem Zielort. Flüge können unterschiedlichen Zwecken dienen, zum Beispiel Transport, Freizeit, Ausbildung oder Sport.
Flugfläche
Eine Flugfläche ist eine gedachte Ebene gleicher Luftdruckverhältnisse in der Atmosphäre, bezogen auf den Standardluftdruck. Flugflächen werden in festgelegten Stufen angegeben und dienen der sicheren Höhenführung im Verkehrsflug.
Fluggeschwindigkeit
Die Fluggeschwindigkeit beschreibt die Geschwindigkeit des Flugzeugs relativ zur Luft oder relativ zum Boden. In der Luftfahrt unterscheidet man zwischen angezeigter Geschwindigkeit IAS, wahrer Luftgeschwindigkeit TAS und Ground Speed GS.
Flugplan
Der Flugplan ist ein formales Dokument mit Angaben zum geplanten Flugweg, Start und Ziel, geplanten Zeiten, Flugzeugdaten und weiteren relevanten Informationen. Er wird an die Flugsicherung übermittelt, damit der Flug sicher und koordiniert abgewickelt werden kann.
Flugsicherung
Die Flugsicherung überwacht und lenkt den Flugverkehr, um einen sicheren und geordneten Ablauf zu gewährleisten. Sie gibt Anweisungen an Flugzeuge, stellt Verkehrsinformationen bereit und unterstützt Piloten bei der Routenführung.
Frequenzband VHF
Das VHF Frequenzband ist das wichtigste Sprechfunkband der zivilen Luftfahrt. Es reicht von etwa 118 bis 137,5 MHz und wird für die direkte Kommunikation zwischen Pilot und Bodenstationen eingesetzt.
G
GAFOR
GAFOR steht für General Aviation Forecast und ist eine spezielle Wettervorhersage für die allgemeine Luftfahrt. Der Dienst des Deutschen Wetterdienstes teilt Gebiete ein und liefert praxisrelevante Aussagen zur Fliegbarkeit.
Gegenanflug
Der Gegenanflug ist ein Teil der Platzrunde, der parallel zur Landebahn in entgegengesetzter Richtung geflogen wird. Er dient der Einordnung in den Flugplatzverkehr und der Vorbereitung auf den finalen Anflug.
Gewichtsverteilung
Die Gewichtsverteilung beschreibt die Lage der Ladung, Insassen und Treibstoffvorräte in Bezug auf den Schwerpunkt des Flugzeugs. Eine korrekte Gewichtsverteilung ist maßgeblich für die Stabilität und Steuerbarkeit des Luftfahrzeugs.
Gieren
Gieren bezeichnet die Drehung des Flugzeugs um die Hochachse. Diese Bewegung wird mit dem Seitenruder gesteuert und beeinflusst die Richtung, in die die Nase des Flugzeugs zeigt.
Gleitflug
Der Gleitflug ist ein Zustand, in dem ein Flugzeug ohne eigenen Antrieb Höhe in Vorwärtsbewegung umwandelt. Höhe wird geopfert, um Vortrieb zu erzeugen, und die Strecke, die pro Höhenverlust zurückgelegt wird, hängt vom Gleitverhältnis ab.
Gleitverhältnis
Das Gleitverhältnis beschreibt, welche horizontale Strecke ein Flugzeug bei einem bestimmten Höhenverlust zurücklegen kann. Es ist ein Maß für die aerodynamische Effizienz des Luftfahrzeugs.
H
Halbkreisflugregel
Die Halbkreisflugregel dient der vertikalen Staffelung von Flugverkehr. Sie ordnet je nach Kurs über Grund bestimmte Flughöhen zu, um die Trennung von Flugzeugen in entgegengesetzten Richtungen zu unterstützen.
Hochachse
Die Hochachse ist die senkrechte Achse eines Flugzeugs um die sich das Flugzeug drehen kann. Drehungen um diese Achse werden als Gieren bezeichnet.
Höhenmesser
Der Höhenmesser ist ein Instrument, das die Flughöhe über der Bezugsdruckfläche anzeigt. Die korrekte Einstellung des Druckwerts ist entscheidend für die richtige Anzeige.
Höhenruder
Das Höhenruder ist eine Steuerfläche, mit der die Nickbewegung des Flugzeugs kontrolliert wird. Durch Verstellen des Höhenruders ändern Piloten die Anstellung der Flugzeugnase und damit die Steig oder Sinkrate.
Horizontaler Stabilisator
Der horizontale Stabilisator sorgt für die Längsstabilität des Flugzeugs und unterstützt die Steuerung bei verschiedenen Fluglagen.
Horizontaler Flug
Als horizontaler Flug bezeichnet man einen stabilen Flug in konstanter Höhe ohne nennenswerte Steig oder Sinkbewegung.
I
IFR
IFR steht für Instrument Flight Rules und beschreibt Flüge, die nach Instrumentenflugregeln durchgeführt werden. Piloten navigieren hierbei primär mit Instrumenten, weil die Sicht nicht ausreicht.
ILS
Das Instrument Landing System ist eine präzise optische und instrumentelle Unterstützung für den Endanflug. Es liefert laterale und vertikale Führung zum Aufsetzen auf die Landebahn, vor allem bei schlechter Sicht relevant.
Induzierter Widerstand
Der induzierte Widerstand ist ein Bestandteil des Gesamtwiderstands einer Tragfläche, der durch die Erzeugung von Auftrieb entsteht. Seine Größe hängt von Anstellwinkel und Flugzustand ab.
Instrumentenflugbedingungen IMC
Instrumentenmeteorologische Bedingungen bezeichnen Wetterlagen, bei denen das Fliegen nach Sicht nicht möglich ist und die Instrumentennavigation erforderlich ist.
Instrumentenflug
Der Instrumentenflug beschreibt Flüge, die nach Instrumenten und nicht primär nach Sicht durchgeführt werden. Er erfordert spezielle Ausrüstung und Qualifikationen.
J
Jet
Ein Jet ist ein Flugzeug, das von Strahltriebwerken angetrieben wird. Strahltriebwerke erzeugen Schub durch beschleunigte Abgasströme und ermöglichen hohe Reisegeschwindigkeiten und große Reichweiten.
Jetstream
Der Jetstream ist ein starker, in großer Höhe verlaufender Windstrom. Er entsteht an Temperaturgrenzen und beeinflusst Flugzeiten und Treibstoffverbrauch deutlich.
Joystick
Als Joystick oder Side Stick bezeichnet man ein Steuergerät, mit dem Piloten Steuereingaben durchführen. In modernen Flugzeugen kann er Teil eines Fly by Wire Systems sein, das Signale elektronisch weiterleitet.
K
Kabinenbesatzung
Die Kabinenbesatzung betreut Passagiere und ist für Sicherheit und Service in der Kabine verantwortlich. In kleinen Luftsportflugzeugen ist dieser Begriff meist nicht oder nur eingeschränkt relevant.
Kunstflug
Kunstflug umfasst bewusst ausgeführte Manöver in ungewöhnlichen Fluglagen und erzeugt hohe Belastungen auf Flugzeugstruktur und Insassen. Er erfordert spezielle Ausbildung und freigegebene Fluggeräte.
Kurskreisel
Der Kurskreisel ist ein Instrument, das eine stabile Richtungsvorgabe anzeigt. Er unterstützt die Navigation und hilft, die vorgesehenen Kurse genau zu halten.
Kontrollzone CTR
Eine Kontrollzone ist ein Luftraum rund um einen Flughafen mit Flugverkehrskontrolle. In dieser Zone gelten besondere Regeln und Piloten benötigen meist Freigaben zum Einflug.
Kennungen
Kennungen sind nationale oder lokale Registriernummern für Luftfahrzeuge, zum Beispiel D M… für Ultraleichtflugzeuge oder D E… für Motorflugzeuge. Sie dienen der Identifikation im Luftverkehr.
L
Landebahn
Die Landebahn ist die für Start und Landung vorgesehene Fläche eines Flugplatzes. Sie kann befestigt oder unbefestigt sein und ihre Länge und Beschaffenheit beeinflussen die Betriebsfähigkeit für verschiedene Flugzeugtypen.
Landegeschwindigkeit
Die Landegeschwindigkeit ist die empfohlene Geschwindigkeit beim Aufsetzen des Flugzeugs. Sie richtet sich nach Gewicht, Flugzeugtyp und Betriebsanweisungen.
Luftraum
Luftraum bezeichnet das durch Regeln und Klassen strukturierte Volumen über der Erdoberfläche. Unterschiedliche Luftraumklassen regeln Zugangsbedingungen und Trennungsmaßnahmen.
Luftfahrtbehörde
Die Luftfahrtbehörde ist die staatliche Organisation, die für Aufsicht, Zulassung und Sicherheitsvorgaben in der Luftfahrt zuständig ist. Sie erteilt Lizenzen und überwacht die Einhaltung von Vorschriften.
Luftfahrtunternehmen
Ein Luftfahrtunternehmen betreibt den Flugbetrieb, beispielsweise für Passagier oder Frachttransport. Es organisiert Flugzeuge, Personal und operative Abläufe.
M
Manifold Pressure Ladedruck
Der Manifold Pressure oder Ladedruck beschreibt den Druck im Ansaugkrümmer eines Kolbenmotors. Er ist ein relevanter Parameter zur Leistungsregelung und wird bei Motorbetrieb mit gemessenen Werten überwacht.
Miles per Hour
Meilen pro Stunde ist eine Geschwindigkeitseinheit und wird in der Luftfahrt oft in Knoten umgerechnet. Eine Seemeile entspricht 1,852 Kilometern.
Mindestflughöhe
Die Mindestflughöhe ist eine gesetzlich festgelegte untere Grenze der Flughöhe zum Schutz von Personen und Umwelt. Ihre konkrete Ausgestaltung hängt von örtlichen Vorschriften ab.
MTOM
Maximum Take Off Mass bezeichnet die maximal zulässige Startmasse eines Flugzeugs. Dieses Limit ist im Flughandbuch definiert und kann durch Betriebsbedingungen weiter eingeschränkt werden.
N
Navigation
Navigation umfasst Methoden und Instrumente zur Bestimmung der Position und Kursführung eines Flugzeugs. Sie reicht von einfachen Sichtverfahren bis hin zu komplexer Funk und Satellitennavigation.
NATO Alphabet
Das NATO Alphabet ist ein standardisiertes Buchstabieralphabet, das zur eindeutigen Übermittlung von Zeichen über Funk genutzt wird. Es reduziert Missverständnisse in der Kommunikationskette.
NOTAM
NOTAMs sind zeitbegrenzte Mitteilungen zu Änderungen oder Einschränkungen im Flugbetrieb. Sie informieren Piloten über Gefahren, Sperrungen oder betriebliche Besonderheiten.
O
Overspeed
Overspeed bezeichnet einen Zustand, in dem ein Flugzeug mit einer höheren Geschwindigkeit als der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit betrieben wird. Ein Overspeed kann strukturelle Schäden verursachen und ist strikt zu vermeiden.
Overflight
Ein Overflight ist der Überflug eines Staatsgebiets ohne Landung. Er kann genehmigungspflichtig sein und unterliegt internationalen Abkommen und lokalen Regeln.
P
PAPI
PAPI steht für Precision Approach Path Indicator und ist eine optische Landefeldhilfe. Die Lichtfolge zeigt dem Piloten an, ob er sich im korrekten Sinkflugprofil befindet.
Passagier
Ein Passagier ist eine Person, die sich als Reisegast an Bord eines Luftfahrzeugs befindet. Für das Mitnehmen von Passagieren gelten nach Lizenzstufen und Erfahrungen spezielle Vorschriften.
Pflichtmeldepunkt
Ein Pflichtmeldepunkt ist ein vordefinierter Punkt im Luftraum, an dem Piloten die Flugsicherung informieren müssen. Diese Punkte sind in Luftfahrtpublikationen festgehalten.
Pilot
Der Pilot ist die verantwortliche Person für das Steuern und die Sicherheit des Flugzeugs während des Fluges. Er trägt die operative Verantwortung für Entscheidungen an Bord.
Platzrunde
Die Platzrunde ist ein standardisiertes Flugverfahren in unmittelbarer Umgebung eines Flugplatzes. Sie strukturiert An und Abflugsequenzen und erhöht die Vorhersehbarkeit im lokalen Verkehr.
Propeller
Der Propeller wandelt Motorkraft in Vortrieb um. Seine Form und Konstruktion beeinflussen Effizienz, Schub und Leistungscharakteristik des Flugzeugs.
Q
Qualifikation
Qualifikation bezeichnet die formale Befähigung für bestimmte Aufgaben, zum Beispiel Lizenzen oder Ratings für Piloten und sonstiges luftfahrtbezogenes Personal.
QNH
QNH ist der örtliche Luftdruck auf Meereshöhe, angegeben in Hektopascal. Die Einstellung des QNH im Höhenmesser sorgt für korrekte Höhenanzeigen in Bezug auf den Boden.
QDR QDM
QDR und QDM sind Peilungsbegriffe in der Funknavigation. QDM beschreibt die Peilung zum Sender, QDR die Peilung von der Station. Sie unterstützen die Orientierung gegenüber Bodenfunkfeuern.
Queranflug Base Leg
Der Queranflug ist ein Element der Platzrunde, das den Gegenanflug mit dem Endanflug verbindet. Er wird meist im rechten Winkel zur Landebahn geflogen.
R
Radar
Radar ist ein Ortungs und Überwachungssystem, das Objekte durch elektromagnetische Wellen erfasst. In der Flugsicherung nutzt man Radar zur Verkehrsüberwachung und Führungsunterstützung.
Reiseflug
Der Reiseflug ist die Phase zwischen Steigen und Sinken. In dieser Phase fliegt das Flugzeug auf der für die Route und Leistung optimalen Höhe.
Reiseflughöhe
Die Reiseflughöhe ist die gewählte Höhe für den Reiseflug. Sie wird unter anderem durch Wetter, Luftverkehr und Treibstoffeffizienz bestimmt.
Rettungssystem Gesamtrettungssystem
Ein Gesamtrettungssystem ist ein fallschirmbasiertes System, das im Notfall das gesamte Luftfahrzeug sicher zu Boden bringen kann. Es ist bei vielen Ultraleichtflugzeugen als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme verfügbar.
Rolle
Die Rolle ist die Bewegung des Flugzeugs um seine Längsachse und wird über Querruder gesteuert. Sie beeinflusst die seitliche Neigung und die Kurvenlage des Flugzeugs.
Rollhalt
Der Rollhalt ist die markierte oder angeordnete Position auf dem Rollweg vor dem Betreten der Startbahn. Piloten halten hier, bis die Startfreigabe erteilt wird.
S
Seitengleitflug Slip
Der Seitengleitflug, auch Slip genannt, ist ein Manöver zur gezielten Reduktion der Höhe ohne Geschwindigkeitszunahme. Es wird durch gegenläufige Ruderbewegungen eingeleitet und ist Teil der Ausbildung.
Schwebeflug
Der Schwebeflug beschreibt das in der Luft Verweilen eines Hubschraubers über einem Punkt. Er erfordert präzise Steuerung der Triebwerksleistung und Rotordynamik.
Schleppflugzeug
Ein Schleppflugzeug zieht andere Luftfahrzeuge, zum Beispiel Segelflugzeuge, in die Luft. Es verfügt über die nötige Leistungsreserve und Vorrichtungen zum Abschleppen.
Segelflugzeug
Ein Segelflugzeug ist ein unmotorisiertes Fluggerät mit hoher Gleitzahl. Es nutzt Aufwinde und thermische Bedingungen zur Strecken und Höhengewinnung.
Squawk Code
Ein Squawk ist ein vierstelliger Code, der im Transponder eingestellt wird und der Flugsicherung die Identifikation sowie bestimmte Statusinformationen übermittelt.
Sinkflug
Der Sinkflug ist die Phase, in der das Flugzeug Höhe abbaut, um sich auf den Anflug vorzubereiten. Sinkraten werden in Fuß pro Minute oder Meter pro Sekunde gemessen und überwacht.
Stall Strömungsabriss
Ein Strömungsabriss ist der Verlust wirksamer Anströmung an der Tragfläche bei zu großem Anstellwinkel. Er führt zum Auftriebsverlust und erfordert geübte Gegenmaßnahmen.
T
Triebwerk Engine
Das Triebwerk erzeugt die Antriebsleistung für das Flugzeug. Die Überwachung wichtiger Parameter wie Öldruck und Temperatur ist zentral für einen sicheren Betrieb.
Trimmung Trim
Die Trimmung dient der Einstellung kleinster Steuerkräfte, damit das Flugzeug stabil und ohne dauernde Rudereingaben fliegt.
Trudeln Spin
Trudeln ist ein gefährlicher, rotationsartiger Flugzustand nach einem unkontrollierten Strömungsabriss. Es ist lebenswichtig, Trudeln zu vermeiden und in der Ausbildung Techniken zur Erkennung und Vermeidung zu vermitteln.
Transponder
Ein Transponder sendet auf Radaranfragen eine Antwort mit Identifikationsdaten und teils Höhe. Er ist ein zentrales Instrument zur Überwachung durch Sekundärradar.
U
Ultraleichtflugzeug UL
Ein Ultraleichtflugzeug ist ein leichtes Luftfahrzeug mit begrenzter maximaler Startmasse. In Deutschland gelten spezielle Regelungen zur Zulassung und zum Betrieb dieser Kategorie.
Umkehrkurve U Turn
Eine Umkehrkurve ist ein Flugmanöver zur Richtungsumkehr. Sie wird in verschiedenen Situationen angewendet, zum Beispiel bei Rückkehr zum Startplatz nach Störung.
Überziehen Stalling
Überziehen beschreibt das Überschreiten des kritischen Anstellwinkels, das einen Strömungsabriss zur Folge haben kann. Es ist ein zentraler Gefahrenpunkt und Teil der Sicherheitsausbildung.
V
Verkehrsflugzeug
Verkehrsflugzeuge sind für den regulären Passagier oder Frachttransport ausgelegt. Sie zeichnen sich durch hohe Nutzlasten und große Reichweiten aus.
Vektortriebwerk Vectored Thrust
Vektortriebwerke erlauben die Richtungslenkung des Schubs. Sie werden vor allem in hochmanövrierfähigen Militärflugzeugen eingesetzt.
Vorfeld Apron
Das Vorfeld ist der Bereich eines Flughafens zur Abstellung, Betankung und Abfertigung der Luftfahrzeuge. Es ist nicht Teil des roll oder startbereichs und wird gesichert betrieben.
VFR
VFR steht für Visual Flight Rules, das Fliegen nach Sicht. Piloten orientieren sich an Sichtmerkmalen und halten vorgeschriebene Sicht und Wolkenabstände ein.
Vereisung Icing
Vereisung ist die Bildung von Eis an Tragflächen, Rumpf oder Triebwerken. Sie beeinträchtigt die Aerodynamik und erfordert präventive Maßnahmen und genaue Wetterkenntnis.
W
Windscherung Windshear
Windscherung ist eine abrupte Änderung von Windrichtung oder Windgeschwindigkeit in kurzer räumlicher Distanz. Sie kann bei Start und Landung kritisch werden und erfordert besondere Aufmerksamkeit.
Winglets
Winglets sind kleine, nach oben oder außen gerichtete Abschlussflächen an Tragflächenenden. Sie reduzieren induzierten Widerstand und verbessern die Treibstoffeffizienz.
X
X Plane
X Plane ist ein moderner Flugsimulator, der realistische Flugphysik nachbildet. Er wird von Piloten zur Übung und für Flugplanungssimulationen genutzt.
X Ray GAFOR
X Ray GAFOR ist eine Verschärfung der allgemeinen GAFOR Vorhersage und warnt vor signifikanten Wettersituationen, die Boden und Flugplatzbetrieb gefährden können.
Z
Zivilflugzeug
Ein Zivilflugzeug ist ein Luftfahrzeug für nicht militärische Zwecke. Es wird für den Personen oder Gütertransport, für Sport oder Ausbildung eingesetzt.
Zielflughafen
Der Zielflughafen ist der Flughafen, an dem die Landung geplant und durchgeführt wird. Er ist das Ende des geplanten Flugwegs und wird in Flugplanung und Navigation berücksichtigt.